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"Palliativmedizin umhüllt und schützt den Patienten (lat. Pallium =
Mantel). Beim kurativen Therapieansatz wird das Wohlbefinden des
Patienten dem Ziel, die Krankheit zu heilen (lat. curare = heilen)
untergeordnet und es werden ihm therapiebedingte Einschränkungen
der Lebensqualität und zum Teil erhebliche Nebenwirkungen
zugemutet.
» Sterben ist Leben, Leben vor dem Tod «
Als oberstes Ziel in der palliativmedizinischen Versorgung soll dagegen eine möglichst hohe Funktionsfähigkeit
und Lebenszufriedenheit des Patienten erhalten werden, wenn
keine Heilung mehr möglich ist.
Das Konzept wurde ursprünglich für Patienten mit Tumorerkrankungen entwickelt, gilt
aber auch für jede andere Erkrankung, die progredient und
irreversibel zum Tode führt.
Die Palliativmedizin bejaht das Leben und sieht das Sterben
als einen normalen Prozess an. Sie will den Tod weder
beschleunigen noch hinauszögern.
Die Palliativmedizin stellt die Linderung von Schmerzen und
anderen Beschwerden in den Vordergrund, integriert die psychischen
und spirituellen Bedürfnisse und bietet ein System der
Unterstützung an, damit das Leben der Patienten bis zum Tod so
aktiv wie möglich sein kann.
Die Palliativmedizin bietet der Familie während der Erkrankung
des Patienten und in der Trauerphase Unterstützung an."
Aulbert E., Zech D.; 1997 |
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