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Aufgaben der Palliativmedizin
Aufgabe
der palliativen Medizin ist die umfassende Behandlung und Betreuung
von Kranken mit chronischen Leiden, die zum Tode führen. Vor allem
betrifft dies Patienten mit inkurablem Krebs, aber auch mit Aids und
HIV und bestimmten neurologischen Erkrankungen.
Eine wahrlich große und nach der Prognose der WHO
größer werdende Aufgabe.
So sterben in Deutschland pro Jahr ungefähr 250.000 Menschen an bösartigen Erkrankungen. Während in
Amerika 1960 das Aufsehen erregende Buch der Schweizer Ärztin
Kübler-Ross erschien und Cicely Saunders in London 1967 das erste
moderne Hospiz gründete, dauerte es in Deutschland bis 1983, ehe
mit der Kölner Palliativstation die erste Einrichtung dieser Art
geschaffen wurde.
Im April 1996 gab es in Deutschland 26 Palliativstationen, 30
stationäre Hospize, 6 Tageshospize, 268 Hausbetreuungs-
dienste und 183 Hospizinitiativen. 539 Betten standen 1995 zur
Verfügung. Inzwischen ist die Zahl derartiger Einrichtungen
weiter gestiegen.
Heinz Pichlmaier
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Köln |